Verfahrenskosten

Die Höhe der Verfahrenskosten ist immer abhängig davon, in welchem Umfang das Scheidungsverfahren vor Gericht anhängig ist.

Ein reines Scheidungsverfahren ist sehr viel günstiger als ein Verfahren mit weiteren Folgesachen wie Unterhalt, Zugewinn etc.

Solche Folgesachen können gerichtlich geregelt werden, sie müssen es aber nicht. In jedem Fall führen sie zu einer Verteuerung des Verfahrens.

Die Scheidungskosten setzen sich zusammen aus den Rechtsanwaltskosten und den Gerichtskosten.

Der Rechtsanwalt erhält für das Scheidungsverfahren eine Verfahrensgebühr und eine Terminsgebühr. Weiter erhält er eine Auslagenpauschale von zurzeit € 20,- und die gesetzliche Mehrwertsteuer.

Grundlage der Rechtsanwalts- und Gerichtskosten ist der Verfahrenswert. Dieser wird vom Gericht festgesetzt und ergibt sich aus dem Nettoeinkommen der Eheleute.

Im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ist festgelegt, wie hoch die Gebühren sind, die ein Rechtsanwalt bei einem bestimmten Wert erhält.

Die Rechtsanwaltskosten trägt immer der Ehepartner, der den Rechtsanwalt beauftragt. Es ist allerdings möglich, dass sich die Eheleute untereinander einigen und die Kosten teilen, wenn nur ein Rechtsanwalt tätig werden muss.

Die Gerichtskosten tragen die Eheleute je zur Hälfte. Derjenige, der die Scheidung einreicht, muss die Gerichtskosten allerdings zunächst in voller Höhe vorstrecken. Sollte man nicht in der Lage sein, die Verfahrenskosten aus eigenen Mitteln aufzubringen, kann man Verfahrenskostenhilfe beantragen.

Rechtsanwältin Frauke Nissen
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